Sonntag, 06. Juni 2010, 18 Uhr Hauptkirche St. Jacobi Hamburg
(Kartenausschnitt bei Google-Maps ansehen)
Robert Schumann, Missa Sacra op. 147
Maurice Duruflé, Requiem
Robert Schumann
(1810-1856), „Missa Sacra“
Schumann ist einer der
bedeutenden deutschen Komponisten der Romantik. Er komponierte vier
Sinfonien sowie zahlreiche Klavierwerke und Lieder. Die „Missa
Sacra“, eine Messe für Chor und zwei Solisten mit dem
klassischen Messtext, ist zum Ende seines kompositorischen Schaffens
entstanden. Von der Messe gibt es zwei Fassungen: eine für
Orchester und eine für Orgel. Die Hamburger Singakademie führt
in diesem Konzert die Orgelfassung auf.
Maurice Duruflé
(1901-1986), „Requiem“
Duruflé ist ein
französischer Komponist. Er war Organist an Pariser Kirchen und
Professor für Harmonielehre. Seine Kompositionen stehen in der
Tradition der französischen symphonischen Orgelschule und des
Impressionismus. Besonders fühlte er sich vom mittelalterlichen
gregorianischen Choral angezogen. Dies wird besonders hörbar in
seinem 1947 entstandenen „Requiem“, das zu seinen
bekanntesten Werken zählt und das die Hamburger Singakademie
ebenfalls mit zwei Solisten und in der Orgelfassung aufführt.
Mitwirkende
Die 1979 geborene
Altistin Nicole Pieper erhielt bereits seit ihrem 5.
Lebensjahr Unterricht in Klavier, später Kontrabass, Orgel und
Musiktheorie. 1996 begann sie ihr Gesangsstudium. Sie sammelte
Opernerfahrung am Landestheater Detmold. Sie sieht ihren
künstlerischen Schwerpunkt im Lied- und Konzertgesang vom Barock
bis in die Moderne.
Der Bariton Benno
Schöning erhielt seinen ersten Gesangsunterricht an der
Musik-Akademie Basel. Er studierte u. a. bei Thomas Quasthoff und
belegte Meisterkurse bei Dietrich Fischer-Dieskau. Der künstlerische
Schwerpunkt von Benno Schöning ist ebenfalls der Lied- und
Konzertgesang und umfasst zahlreiche Oratorien und Messen.
Der 1948 geborene
Organist Rudolf Kelber besuchte bereits während seiner
Gymnasialzeit das Konservatorium in Nürnberg und erhielt
Unterricht in den Fächern Klavier, Orgel, Violoncello und
Musiktheorie. Nach dem Studium war er Theaterkapellmeister in
Gelsenkirchen und Heidelberg. Parallel dazu beschäftigte er sich
mit Kammermusik und historischer Aufführungspraxis. Seit 1982
ist er Kantor und Organist an der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg.
1993 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt.
Der 1965 geborene
Cornelius Trantow begann 1992 nach einem Physikstudium das
Musikstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.
Auf das Grundstudium Kirchenmusik folgte das Aufbaustudium
Chordirigieren, das er 1999 mit dem Diplom abschloss. Er besuchte
zahlreiche Meisterkurse für Chorleitung, Orchesterleitung und
Stimmbildung und arbeitet bereits seit 1999 als Professor für
Chorleitung an der Hamburger Musikhochschule und ist darüber
hinaus als Chorleiter, Chorleitungslehrer, Dirigent und vocal coach
tätig.
Die 1819 gegründete
Hamburger Singakademie ist einer der ältesten deutschen
gemischten Chöre und der traditionsreichste Hamburger Chor. Seit
10 Jahren bringt sie vor allem seltener gesungene Chorwerke
klassischer und zeitgenössischer Komponisten zu Gehör.
Obwohl sie seit ihrer Gründung häufig Chorwerke von Robert
Schumann aufgeführt hat, singt sie seine „Missa Sacra“
zum ersten Mal. 2004 brachte die Hamburger Singakademie bereits das
„Requiem“ von Maurice Duruflé zur Aufführung,
jedoch in der Orchesterfassung.
Samstag, 08. Mai 2010, Christkirche Rendsburg
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13. ChorKonzertTage 2010 des VDKC Landesverband Nordwest
Robert Schumann, Missa Sacra op. 147
Dienstag, 08. Dezember 2009, 20 Uhr Hauptkirche St. Jacobi Hamburg
Weihnachtskonzert
Sonntag, 29. November 2009, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
Jubiläumskonzert „190 Jahre Hamburger Singakademie”
Carl Philipp Emanuel Bach, „Magnificat”
Gioachino Rossini, „Stabat Mater”
Sonntag, 28. Juni 2009, 18:00 Uhr KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Anton Bruckner (1824-1896), „Libera me”
Der am 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich, geborene Anton Bruckner kam als ältestes von 12 Kindern des Lehrers Anton Bruckner zur Welt.
Als Sängerknabe am Stift Sankt Florian erhielt er Musikunterricht. Nach dem Besuch des vorbereitenden Lehrerseminars in Linz arbeitete der 17jährige als Hilfslehrer. 1845 kam er in dieser Eigenschaft an die Schule von St. Florian, wo er sich zum vollwertigen Lehrer weiterbildete. Er war ein virtuoser Orgelspieler und begann früh mit dem Komponieren. 1848 wurde er Stiftsorganist von Sankt Florian und 1855 Domorganist in Linz. 1854 begann er ein musiktheoretisches (Fern-)Studium in Wien, das er dort 1861 mit großem Erfolg abschloss. 1868 zog er nach Wien und wurde Hoforganist sowie Professor für Musiktheorie und Orgelspiel am Wiener Konservatorium. 1875 berief man ihn zum Lektor für Musik an die Universität Wien.
Im Laufe seines kompositorischen Schaffens fand Bruckner immer mehr zu der ihm eigenen Tonsprache. Die Musik Richard Wagners beeinflusste ihn. In seinen Kompositionen verbanden sich Bruckners naive Frömmigkeit mit seinem genialen Geschick, groß angelegte Kontrapunkte und raffinierte Modulationen zu formen. Seine neun Symphonien zählen zusammen mit seinen kirchlichen Kompositionen zu den Höhepunkten der romantischen Musik. Erst spät wurde Bruckner Anerkennung zuteil: 1891 verlieh man ihm die Ehrendoktorwürde, und vier Jahre später erhielt er im Wiener Belvedere eine Ehrenwohnung, wo er bis zu seinem Tod am 11. Oktober 1896 lebte.
Das Stück „Libera me, Domine” ist ein Teil des Requiem-Textes. Bruckner komponierte es als Begräbnismusik 1854 in St. Florian.
Erkki-Sven Tüür (geb. 1959), „Requiem”
Erkki-Sven Tüür wurde 1959 in Estland (Kärdla/Insel Hiiumaa) geboren. Nach autodidaktischen Anfängen studierte er von 1976 bis 1980 zunächst Flöte und Percussion an der Musikschule Tallinn, dann an der Musikakademie Tallinn und privat bei Lepo Sumera (1980-1984). Von 1979 bis 1984 war er Komponist, Flötist, Keyboarder und Sänger des von ihm gegründeten kammermusikalischen Rockensembles In spe, das bald zu den beliebtesten Rockgruppen in Estland zählte. Von 1989 bis 1992unterrichtete er Komposition an der Estnischen Musikakademie.
Mit den Anfängen der „Perestroika” wurde die Musik Tüürs zum ersten Mal auch außerhalb von Estland aufgeführt. Sein erster Erfolg in Finnland 1989 führte zu zahlreichen Kompositionsaufträgen (u. a. vom Hilliard-Ensemble, Kölner Rundfunk-Chor, City of Birmingham Symphony Orchestra, Oper Dortmund, RSO Stuttgart). Seine Musik erklingt immer häufiger nicht nur in ganz Amerika, sondern auch in Australien und Japan. Werke von ihm wurden bei vielen Festivals aufgeführt (u.a. in New York, Stockholm, Berlin, Salzburg, Luzern, London, Gstaad).
Sein „Requiem” komponierte Tüür im Jahr 1994. Es ist dem Andenken an Peeter Lilje (1950-1993) gewidmet, dem langjährigen Chefdirigenten des Staatlichen Symphonieorchesters Estland. Der liturgische Text der Totenmesse ist etwas gekürzt. Das Werk ist nicht als mehrsätziger Zyklus sondern als durchkomponiertes Ganzes angelegt. Neben Chor und Orchester bewegt sich das Klavier durchgängig in einer „dritten Dimension”; es spielt Motive nach seriellem Prinzip oder Cluster und Klänge, welche mit Paukenschlegeln oder Jazzbesen direkt auf den Saiten erzeugt werden.
Tüür sagt zu seinen Kompositionen: „Meine Arbeit als Komponist befasst sich grundsätzlich mit dem Verhältnis zwischen emotionaler und intellektueller Energie und der Art und Weise, wie dieselben kanalisiert, gebündelt, aufgelöst und wieder neu gebündelt werden können. Meine Stücke sind abstrakte Klang-Gebilde, die, wie ein Drama, von unterschiedlichen Charakteren und einer höchst dynamischen Kette von Ereignissen leben.”
Michael Tippett (1905-1998), „A Child Of Our Time”
Michael Tippett wurde 1905 in London geboren und starb dort 1998. Tippett schrieb Opern, Orchester- und Chorwerke, Vokal- und Kammermusik. Er war politisch und sozial engagiert und Pazifist.
Tippett wuchs in einem geistig aufgeschlossenen Umfeld auf, in dem jedoch die Musik keine herausragende Stellung einnahm. Erst mit 18 Jahren fasste er unter dem Eindruck eines Konzerterlebnisses den Entschluss, die Musik zum Beruf zu machen. Er studierte von 1923 bis 1928 am Royal College of Music in London Komposition, Violine, Klavier und Dirigieren. Danach verdiente er seinen Lebensunterhalt als Französisch- und Musiklehrer und dirigierte Laienchöre und Opernaufführungen. Ab 1933 leitete er ein Orchester arbeitsloser Musiker sowie verschiedene Chöre.
Die bis 1930 komponierten Werke zog er wieder zurück und nahm nochmals das Kompositionsstudium auf. Mitte der 1930er Jahre entstanden mit dem 1. Streichquartett und der 1. Klaviersonate die ersten gültigen Werke. 1940 wurde er zum musikalischen Leiter des Morley College (London) berufen. 1943 musste er für drei Monate ins Gefängnis, weil er aufgrund seiner pazifistischen Haltung den Zivildienst nicht ableisten wollte. Mit der Uraufführung des Oratoriums „A Child of Our Time” 1944 erlebte er den Durchbruch als Komponist. 1951 gab Tippett seine Stellung am Morley College auf, um sich ganz dem Komponieren zu widmen. 1966 wurde er in den Adelsstand erhoben. Zwischen 1970 und 1974 war er Leiter des Bath-Festivals.
Die schrecklichen Ereignisse der „Reichskristallnacht” vom 9. November 1938 inspirierten Tippett zu seinem Oratorium „A Child of Our Time”. Der Titel basiert auf dem gegen die Nationalsozialisten gerichteten Roman „Ein Kind unserer Zeit” des österreichischen Schriftstellers ödön von Horváth (1901-1938), der das Schicksal des Herschel Grynspan behandelte, der das Attentat auf den deutschen Botschaftssekretär vom Rath in Paris verübte, das von den Nationalsozialisten zum Anlass für die Pogrome gegen die Juden genommen wurde. Tippett begann die Komposition am Tag des Kriegsausbruchs (1. September 1939) und stellte sie zwei Jahre später fertig.
Im Wechsel von Rezitativen, Arien und Chorstücken orientiert sich das Werk an den Bachschen Passionen und Händels „Messias”. Als Gegenstück zu den Chorälen stehen Spirituals. Im ersten der drei Teile wird eine düstere Zustandsbeschreibung der Welt vorgenommen. Im zweiten wird ein Mann beschrieben, der mit Gewalt versucht, Gerechtigkeit in die Welt zu bringen, und damit großen Schaden anrichtet. Der dritte Akt reflektiert schließlich die „Moral” der Handlung.
Das emotional aufwühlende Oratorium verbindet klassische Kompositionstechniken mit modernen Mitteln. Die Spirituals sind besonders bewegend. Das Werk gilt als eines der wichtigsten der klassischen Moderne.
Dienstag, 02. Juni 2009, ca. 19:45 Uhr Börsensaal, Rathaus Hamburg
Eröffnung SHMF
Felix Mendelssohn Bartholdy, „Lieder zu Singen im Freien” op. 48, Nr. 1-3
Freitag, 05. Dezember 2008, 20 Uhr St. Peter und Paul Schneverdingen
Weihnachtskonzert
Dienstag, 02. Dezember 2008, 20 Uhr St. Jakobi Hamburg
Weihnachtskonzert
Sonntag, 15. Juni 2008, 20 Uhr St. Marien Kirche in Winsen/Luhe
Brahms, Ein deutsches Requiem op. 45
Freitag, 13. Juni 2008, 20 Uhr St. Johannis Altona
Brahms, Ein deutsches Requiem op. 45
Sonntag, 1. Juni 2008, 18 Uhr St. Elisabeth-Kirche Hude/Oldenburg
Romantische Chormusik mit Klavier und Poesie
„O sanfter süßer Hauch….”
Brahms „Quartette”, Schumann „Zigeunerleben” und „Spanisches Liederspiel”, Hans Gebhard „Eichendorff Lieder” u.a.
Dienstag, 20. Mai 2008, 20 Uhr Friedrich-Ebert-Halle Hamburg-Harburg
Romantische Chormusik mit Klavier und Poesie
„O sanfter süßer Hauch….”
Brahms „Quartette”, Schumann „Zigeunerleben” und „Spanisches Liederspiel”, Hans Gebhard „Eichendorff Lieder” u.a.
Dienstag, 11. Dezember 2007, 20 Uhr Hauptkirche St. Jacobi
Weihnachtliches A Cappella Konzert
Samstag, 3. November 2007, 20 Uhr Laeiszhalle Hamburg
Gefördert durch die Hamburger Kulturbehörde
„Ich spiel auf den Saiten des Psalters”
Leonard Bernstein „Chichester Psalms”, Erich Zeisl „Requiem Ebraico” (Psalm 92) - Hamburger Erstaufführung, Anton Bruckner „Lobet den Herrn, ihr Diener” (Psalm 112), Felix Mendelssohn „Wie der Hirsch schreit” (Psalm 42)
Sonntag, 6. Mai 2007, 18 Uhr Ev.-luth. Kirche Blankenese
Romantische Chormusik mit Klavier
Brahms „Quartette”, Schumann „Zigeunerleben” und „Spanisches Liederspiel”, Hans Gebhard „Eichendorff Lieder” (Uraufführung) u. a.
Samstag, 10. März 2007, 20:30 Uhr Kampnagel
Eine Produktion von Via Negativa in Koproduktion mit Eurokaz Zagreb, dem Kroatischen Nationaltheater Zagreb, Theater Zagreb und Kampnagel
Viva Verdi
Freitag, 09. März 2007, 20:30 Uhr Kampnagel
Eine Produktion von Via Negativa in Koproduktion mit Eurokaz Zagreb, dem Kroatischen Nationaltheater Zagreb, Theater Zagreb und Kampnagel
Viva Verdi
Donnerstag, 08. März 2007, 20:30 Uhr Kampnagel
Eine Produktion von Via Negativa in Koproduktion mit Eurokaz Zagreb, dem Kroatischen Nationaltheater Zagreb, Theater Zagreb und Kampnagel
Viva Verdi
Deutschlandpremiere
Dienstag, 12. Dezember 2006, 20 Uhr Hauptkirche St. Jacobi Hamburg
Jakobikirchhof 22, 20095 Hamburg
Weihnachtliches A Cappella Konzert
Mit Chor- und Orgelmusik und Lesung
Hamburger Singakademie unter der Leitung von Cornelius Trantow
Samstag, 11. November 2006, 20 Uhr Color Line Arena Hamburg
Classical Spectacular
Best Of Classics, Auswahl aus verschiedenen Opern
Hamburger Singakademie, Royal Philharmonic Orchestra London
Samstag, 02. September 2006, 18 Uhr Klinkerwerk
KZ-Gedenkstätte Hamburg-Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 43
Oratorium für Solisten, Chor und Orchester
Mikis Theodorakis „Canto General”, Pablo Neruda Gedichte
Hamburger Singakademie, Canto Instrumental-Ensemble, Lesung Rolf Becker, Dirigent Cornelius Trantow
Samstag, 13. Mai 2006, St. Johanniskirche Lüneburg
Chortage in Lüneburg
Eric Zeisl „Requiem Ebraico” - Deutsche Erstaufführung
Hamburger Singakademie unter der Leitung von Cornelius Trantow
Samstag, 25. März 2006, 20 Uhr Friedrich-Ebert-Halle Hamburg-Harburg
Konzert zur Passion für Chor und Orchester
Zoltán Kodály „Missa Brevis”, Gottfried von Einem „Das Stundenlied”
Hamburger Singakademie und Mitglieder der Hamburger Symphoniker
Dirigent Cornelius Trantow